Der Kleine-Dörfer-Weg (DKW) ist eine touristische Route (ca. 106 km lang), die Radfahrenden und Freizeitsuchenden gerecht wird, das kulturell-dörfliche Erbe Braunschweigs über die BLIK-Tafeln zu erschließen.
Der Kleine-Dörfer-Weg (KDW) wurde insbesondere von den Heimatpflegern und -pflegerinnen und weiteren ehrenamtlichen Organisationen und Gruppierungen ins Leben gerufen.
Der KDW erschließt und verbindet auf seiner touristischen Route (ca. 106 km) die äußeren Stadtteile bzw. „ehemaligen Dörfer“ am Braunschweiger Stadtrand.
Auf die Charakteristika der einzelnen Stadtteile weisen die „BLIK-Tafeln“ (Braunschweiger Leit- und Informationssystem für Kultur) hin. Sie informieren über Orte, Bauwerke und Persönlichkeiten an den jeweiligen Örtlichkeiten. Der Kleine-Dörfer-Weg hat ein großes Potenzial für die Freizeitgestaltung und Naherholung.
Nach Vorbereitung in den verschiedenen Ausschüssen beschloss der Rat der Stadt Braunschweig am 21.12.2015 Folgendes: „Die Stadtverwaltung ermittelt die voraussichtlichen Kosten für die Beschilderung des Kleine Dörfer-Weges (KDW) als Themenradweg. Darüber hinaus werden für die mittelfristige Planung die notwendigen Mittel für die ggf. erforderliche Ertüchtigung des KDW und für die jährliche Unterhaltung ermittelt. Die Stadt bildet eine ehrenamtlich getragene Arbeitsgruppe, die diese Arbeiten fachlich begleitet. Die Arbeitsgruppe nimmt (dort, wo es erforderlich ist) eine Aktualisierung des vom „braunschweiger forum e.V.“ erstellten Wegweisungskonzeptes vor. Des Weiteren erarbeitet die Arbeitsgruppe Vorschläge, in welcher Weise die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Stadtteile wirkungsvoll präsentiert werden können.
Der Arbeitsgruppe gehören zumindest die relevanten Abteilungen und Referate der Stadtverwaltung an (z. B. Stadtplanung, Kultur, Denkmalschutz, Stadtmarketing), darüber hinaus die Stadtteilheimatpfleger:innen sowie Vertreter des „braunschweiger forum e.V.“, des ADFC, des BUND, FUN und NABU und weitere an der Gestaltung des Weges interessierte Gruppierungen und Persönlichkeiten sowie Vertreter der Ratsfraktionen.“
Auf der Grundlage weiterer Beschlüsse wurde bis zum Jahr 2021 eine mögliche vorläufige Routenführung durch die Verwaltung und der eingerichteten AG „Kleine-Dörfer-Weg“ (der u. a. die Stadtteilheimatpfleger:innen, Vertreter:innen der Ratsfraktionen sowie einschlägiger Verbände und Vereine angehörten) erarbeitet. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in Unterarbeitsgruppen, in denen weitere Akteure vor Ort vertreten waren, abgestimmt.
Zeitgleich erfolgte durch die Beauftragung eines externen Planungsbüros die Überprüfung der vorgeschlagenen vorläufigen Route auf mögliche Sanierungsbedarfe bzw. notwendige Routenabschnittsverlegungen aufgrund unzureichender Wegequalität und dadurch hervorgerufener mangelnder Sicherheit für Radfahrende.
Aufgrund begrenzter personeller Ressourcen konnte das Projekt nicht mit der erforderlichen Intensität weiterverfolgt werden, was allerdings immer wieder zu Nachfragen von ehrenamtlich Beteiligten und aus dem politischen Raum geführt hat.
Im Jahre 2024 erfolgte, anknüpfend an die bisher erarbeiteten Ergebnisse, die Beauftragung eines Büros aus dem Bereich Tourismus und Regionalberatung mit dem Ziel, einen unter fahrradtouristischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimierten Routenverlauf zu entwickeln.
Die BLIK-Tafeln sind fester Bestandteil der Routenführung. Aus Sicht des Stadtheimatpflegers entspricht der Routenverlauf der Zielstellung des KDW. Es werden auf der Route die Besonderheiten der Ortschaften im ausreichenden Maße berücksichtigt. Mit dem Referat Stadtbild und Denkmalpflege ist dieses abgestimmt.
Die aktuelle Routenführung wurde am 26.05.2025 der AG „Kleine-Dörfer-Weg“, den fachpolitischen Sprecher:innen der Ratsfraktionen, den Stadtteilheimatpfleger:innen und den Vertreter:innen der relevanten Verbände und Vereine vorgestellt und bis auf geringe Verlaufsveränderungen akzeptiert.
Der Abschluss von Gestattungsverträgen mit Privateigentümer:innen stellt die Planung weiterhin vor große Herausforderungen. Dies muss von dem zuständigen Ausschuss noch abschließend geklärt werden.
Die bisherigen Gestattungen mit den betroffenen Feldmarkinteressenschaften und anderen Grundstückseigentümer:innen sind bisher kostenfrei für die Stadt. Die Stadt muss weiterhin bei offenen Gestattungen mit den Eigentümer:innen in Verhandlungen treten.
Für die Umsetzung der Beschilderung des KDW in der nunmehr geplanten Form und die Herstellung sowie auch die Montage sämtlicher benötigter Wegweiser, Einschubplaketten und neuer Pfosten muss die Stadt entsprechende Haushaltsmittel zu Verfügung stellen.