Meine Schwerpunkte
Kultur- und Heimatpflege ist für mich ein Thema deren gesellschaftliche Relevanz oft unterschätzt wird. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Bewahrung von Geschichte, Architektur, und Brauchtum, sondern auch die Förderung von Identität, Gemeinschaft und Teilhabe aller. In einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt haben wir es mit zunehmender Entwurzelung und Vereinsamung zu tun. Dem will ich mich entgegenstellen und den Bewohnern Stöckheims die Möglichkeit des Kennenlernens ihres Wohnortes und der Identifikation mit ihrer Heimat eröffnen. Ich möchte nicht nur bewahren, sondern auch gestalten, möchte Identität im Vorhandenem stiften und gleichzeitig offen sein für Wandel und Vielfalt.
Parteien, Vereine und gesellschaftliche Gruppen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie organisieren Veranstaltungen, bieten Möglichkeiten des Beisammenseins und des persönlichen Austausches. Wie ich erfahren musste, fehlt es allerdings oft an Zusammenarbeit und Koordination. Es wäre schön, wenn ich hier als verbindendes Element wirken könnte.
Die Dokumentation und der Erhalt von historischen Bauwerken sind zentrale Aufgaben, denen ich mich stelle. Keine einfache Aufgabe und mit vielen Hindernissen versehen, von denkmalpflegerischen Auflagen bis hin zu wirtschaftlichen Interessen. Hier findet man sich schnell im Dschungel bürokratischer Verfahren oder politischer Interessen wieder.
Globalisierung und Mobilität führen dazu, dass traditionelle Strukturen aufgebrochen werden und viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen oder neue Formen von Zugehörigkeit suchen. Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Wissen vermittelt und Traditionen gepflegt werden. Auch darauf gilt es zu reagieren und neue Formen für die Umsetzung der genannten Aufgaben zu finden. Das Internet bietet dazu Wege und Möglichkeiten, die ich nutzen möchte und wofür ich Unterstützung suche.
Leider führt der demographische Wandel dazu, dass die Zahl der Engagierten, die sich für ihren Heimatort einsetzen, abnimmt, vor allem das Wissen um die Geschichte des Stadtteils droht damit zu verschwinden. Es ist daher für mich wichtig mit den Stöckheimern ins Gespräch zu kommen, ihre Geschichten und Erfahrungen zu sammeln und zu erhalten.
Ein zentrales Projekt ist die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten, in denen sich das gesellschaftliche und kulturelle Leben Stöckheims entwickeln kann. Stöckheim verfügt seit Jahren nicht mehr über ein eigenes Gemeindezentrum in öffentlicher Trägerschaft. Hier möchte ich die schon vor Jahren aufgenommene Diskussion wieder aufgreifen und in die betreffenden Institutionen tragen.
Die beschriebenen Aufgaben und Projekte übersteigen die Möglichkeiten und Kräfte eines Einzelnen. Die Kultur- und Heimatpflege ist auf die Mitarbeit vieler Stöckheimer angewiesen. Ich würde mich freuen, wenn sich Mitstreiter finden würden, die sich in diese Arbeit entsprechend ihrer Möglichkeiten und Kräfte einbringen möchten. Dabei habe ich auch junge Stöckheimer im Auge, die Spaß daran haben, neue Wege in der Umsetzung der genannten Aufgaben zu gehen. Social Media, virtuelle Dorfrundgänge, Gaming und Podcast um nur einige Ansätze zu nennen. Aller Anfang ist schwer – aber die Herausforderung ist verlockend!